Ich schäme mich schon fast, so selten zu aktualisieren, wenn
ich mit den Blog Einträgen von Mitvolunteers vergleiche. Das ganze Indien aber
auch auf mich wirken zu lassen hat echt gedauert. Endlich finde ich mich
zurecht und habe meine Position gefunden. Ich bin Lena aus Bramavar und arbeite
an der Nittur Aided Higher Primary School in Puttur( Udupi). Mein Alltag
besteht aus Sari tragen, Reis essen und Englisch unterrichten- und ich finde es
gut. Seit ein ein halb Monaten sitze ich nun schon in Indien und ich muss
sagen, ich sehe wie sich langsam Dinge ändern. Die Verhaltensweisen einiger
Erwachsenen mir gegenüber und die Leistungen meiner kleinen Kinder. Es ist warscheinlich nicht jedermanns Sache und
ich kann nur zugeben, dass es bei manch hartnäckigen Fällen auch sehr schwierig
sein kann zu unterrichten, aber am Ende freut es mich dann doch echt kleine
Erfolge mit erleben zukönnen. Die ganzen Feiertage hier sind verrückt ! Anlässlich dem neusten musste ich auch einfach mal wieder einen Artikel
schreiben.
Ganeshas Birthday
Der Name des schönen Festivals. Überall wird es
unterschiedlich gefeiert, aber im Prinzip doch gleich ! Mittwoch wurden der
Gottheit zu ehren in den häuslichenen Schreinen Essen in allen Formen und
Variationen geopfert ( anschließend von uns verdrückt ) und danach ging es zu
einer Straßenfeier, auf der Beispielsweise auch die Kinder meiner Schule
Tanzaufführungen hatten. Zwischendurch holte sich jeder immer wieder den Segen
Ganeshas an einer großen Plastikstatur ( rießen Schrein ). Ja und gestern
begann eine Stra0enprozession. Es ist brauch Ganesha ins Wasser zu tunken und
so bildeten sie mit Musik und Leuten einen Umzug, um die Figur zum Wasser zu
transportieren. Etwas so schönes, aber einfaches gibt es einfach nur hier in Indien. Feuerwerkskörper wurden
durch die Gegend geworfen und kleine Kinder jonglierten mit Feuerbällen. Die
großen Männer hatten ganze Feuerringe, also so einen großen Ring mit
unterschiedlich langen Schnüren und an deren Enden Feuerbälle. Das sah beim
drehen und werfen so toll aus – Ach ja. Dann gab es wie bei Fashing verkleidete
mit riesen Puppen auf dem Kopf oder Pferde umgeschnürt. Die beeindruckenste
Verkleidung war jedoch der hier berühmte Tiger. Endlich konnte ich einen
Tigerdance sehen. Anmutige Männer die akrobatisches auf dem Kasten haben und so
taktvoll zu den Trommeln hin und her hüpfen. Das war richtig richtig cool. Ja
was wäre Indien ohne das Farbpulver, die jungen Männer beschmissen sich
gegenseitig alle damit. Richtig cool!
Mir geht es richtig gut muss ich dazu sagen. Manche wünschen
sich bestimmt auch einen Bericht über mein Wohl ergehen. Klar nervt einiges,
aber das ist reine Einstellungssache und man akzeptiert hier ALLES früher oder später .... sie rülpsen einem gerne ins Gesicht und es ist normal ...
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