Samstag, 22. September 2012

Der Tiger und seine Einstellung


Ich schäme mich schon fast, so selten zu aktualisieren, wenn ich mit den Blog Einträgen von Mitvolunteers vergleiche. Das ganze Indien aber auch auf mich wirken zu lassen hat echt gedauert. Endlich finde ich mich zurecht und habe meine Position gefunden. Ich bin Lena aus Bramavar und arbeite an der Nittur Aided Higher Primary School in Puttur( Udupi). Mein Alltag besteht aus Sari tragen, Reis essen und Englisch unterrichten- und ich finde es gut. Seit ein ein halb Monaten sitze ich nun schon in Indien und ich muss sagen, ich sehe wie sich langsam Dinge ändern. Die Verhaltensweisen einiger Erwachsenen mir gegenüber und die Leistungen meiner kleinen Kinder. Es  ist warscheinlich nicht jedermanns Sache und ich kann nur zugeben, dass es bei manch hartnäckigen Fällen auch sehr schwierig sein kann zu unterrichten, aber am Ende freut es mich dann doch echt kleine Erfolge mit erleben zukönnen. Die ganzen Feiertage hier sind verrückt ! Anlässlich dem neusten musste ich auch einfach mal wieder einen Artikel schreiben. 

Ganeshas Birthday

Der Name des schönen Festivals. Überall wird es unterschiedlich gefeiert, aber im Prinzip doch gleich ! Mittwoch wurden der Gottheit zu ehren in den häuslichenen Schreinen Essen in allen Formen und Variationen geopfert ( anschließend von uns verdrückt ) und danach ging es zu einer Straßenfeier, auf der Beispielsweise auch die Kinder meiner Schule Tanzaufführungen hatten. Zwischendurch holte sich jeder immer wieder den Segen Ganeshas an einer großen Plastikstatur ( rießen Schrein ). Ja und gestern begann eine Stra0enprozession. Es ist brauch Ganesha ins Wasser zu tunken und so bildeten sie mit Musik und Leuten einen Umzug, um die Figur zum Wasser zu transportieren. Etwas so schönes, aber einfaches gibt es einfach  nur hier in Indien. Feuerwerkskörper wurden durch die Gegend geworfen und kleine Kinder jonglierten mit Feuerbällen. Die großen Männer hatten ganze Feuerringe, also so einen großen Ring mit unterschiedlich langen Schnüren und an deren Enden Feuerbälle. Das sah beim drehen und werfen so toll aus – Ach ja. Dann gab es wie bei Fashing verkleidete mit riesen Puppen auf dem Kopf oder Pferde umgeschnürt. Die beeindruckenste Verkleidung war jedoch der hier berühmte Tiger. Endlich konnte ich einen Tigerdance sehen. Anmutige Männer die akrobatisches auf dem Kasten haben und so taktvoll zu den Trommeln hin und her hüpfen. Das war richtig richtig cool. Ja was wäre Indien ohne das Farbpulver, die jungen Männer beschmissen sich gegenseitig alle damit. Richtig cool!


Mir geht es richtig gut muss ich dazu sagen. Manche wünschen sich bestimmt auch einen Bericht über mein Wohl ergehen. Klar nervt einiges, aber das ist reine Einstellungssache und man akzeptiert hier ALLES früher oder später .... sie rülpsen einem gerne ins Gesicht und es ist normal ...

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